Februar 1, 2026

Monatsrückblick Januar 2026

by net_p267 in Rückblicke3 Comments

Ich mach das jetzt einfach! Ich schreibe Monatsrückblicke. Und zwar vor allem für mich selbst. Durch die To-Want-Listen auf meiner Seite Online-Schreibworkshop, in denen ich festhalte, was ich im jeweiligen Quartal erleben und erreichen möchte, habe ich festgestellt, dass die halb-öffentliche Auseinandersetzung mit dem, was ich tue, mich entscheidend beflügeln kann. (Halb-öffentlich heißt, ja, ich habe es gepostet, aber wer liest das schon.) Also versuche ich hier mit den Monatsrückblicken noch mehr Klarheit und Motivation zu gewinnen.

Januare kann ich leider nicht besonders gut und an etlichen Tagen lag ich mit Kopfschmerzen darnieder und konnte gar nichts machen. Aber dafür war der Monat dann doch noch ganz gut.

Was ich gelesen habe

Ich glaube, es ist mir zum ersten Mal geglückt, in der Zentralbibliothek zu stehen und mich tatsächlich daran zu erinnern, welche Autor*innennamen auf meiner Lesewunschliste stehen. Auf diese Weise ist ein Stapel Bücher zu mir gekommen, von dem ich dann doch nicht alles so interessant fand.
Gerne gelesen habe ich allerdings „Schnell, dein Leben*“ von Sylvie Schenk. Der Roman handelt von der jungen Französin Louise, die sich in den 1960er Jahren in einen Deutschen verliebt, der für ein Jahr in Frankreich studiert. Die beiden heiraten und ziehen nach Deutschland. Natürlich handelt der Roman von der Nachkriegszeit, der Schuld und vor allem vom Unausgesprochenen.
Der Roman ist in der 2. Person Singular geschrieben, wodurch eine angenehme Halbdistanz zum Erzählten etabliert wird. Er ist in Präsenz geschrieben und die Kapitel sind kurz, man galoppiert durch dieses Leben.

Ray Bradbury hat einmal gesagt, man solle jeden Tag ein Gedicht, eine Kurzgeschichte und ein Essay lesen, um besser schreiben zu lernen. 1000 Tage lang soll man das durchhalten. Ich peile erst einmal nur drei Monate an, aber nach dem selben Prinzip: 1 Gedicht, 1 Kurzgeschichte, 1 Essay pro Tag. Dazu habe ich mir extra ein Lesejournal angelegt, in das ich Sätze oder Absätze schreibe, die mir besonders gut gefallen. Die Existenz des Lesejournals erinnert mich daran, genauer hinzuschauen statt Texte einfach nur runterzulesen. Die Struktur der Kurzgeschichte „Summer Bees“ von William Gass habe ich darin Absatz für Absatz untersucht, weil ich es so umwerfend finde, was er alles in nicht einmal acht Seiten hineinpacken kann und auf welch elegante Weise er das tut.

Der Roman "Schnell, dein Leben" von Sylvie Schenk liegt auf dem Boden

Was ich geschrieben habe

Ich habe Flash Fiction geschrieben und dabei ganz banale Alltagssituationen genommen und in ihnen nach dem erzählenswerten Moment gesucht. Das mag ich, weil man so viel damit ausprobieren kann und weil es sich sehr schnell in den Alltag einspeist, dass man besser beobachtet und nach solchen speziellen Momenten Ausschau hält.

Das Kinderbuch und ich haben uns zu einem Kinderbuch-Workshop angemeldet, der im Mai startet. Eine von uns ist aufgeregt (das Kinderbuch ist vor allem erleichtert, glaube ich). Wir beide hatten uns im Dezember etwas auseinander gelebt und im Januar hat es gedauert, bis ich mich wieder auf das besonnen habe, was für mich immer funktioniert: Ich habe aufgelistet, was als nächstes getan werden muss und nehme mir dann einen Punkt vor, den ich für 30 Minuten, 45 Minuten oder wie lange auch immer bearbeite. Anschließend reflektiere ich, wie das gelaufen ist, was ich jetzt Neues weiß und was mein nächster Schritt sein wird. Über diese Methode habe ich schon vor Jahren Wie das Führen eines Schreibjournals dabei hilft, strukturierter, organisierter und produktiver zu schreiben geschrieben. Tragischerweise vergesse ich zwischendurch, dass es das ist, was ich brauche, aber immer wenn ich damit anfange, läuft das Schreiben wieder.

3 Bücher liegen auf dem Parkett. Malwerkstatt Natur für Kinder, Malwerkstatt Natur und Elfen, Feen und Gnome
Diese drei Bücher unterstützen mich und das Kinderbuch.

Was sonst noch passiert ist

  • Schnee! Wundervoller Schnee!
  • Mein Seminar „Bücher im Gespräch“ an der Uni Münster ist zu Ende gegangen und zum Abschluss haben alle ein Buch vorgestellt. Diese Sitzung hat meine Lesewunschliste deutlich länger werde lassen.
  • Bei Carolin Flender habe ich einen spannenden Reel-Workshop mitgemacht. Jedenfalls dachte ich, ich hätte einen zweistündigen Reel-Workshop gebucht. Der entpuppte sich jedoch als ein vierstündiger „Reels und alles, was du sonst noch über ein Online-Business wissen musst“-Workshop.
  • Die Künstlerinnen-Ausstellung im Düsseldorfer Kunstpalast habe ich noch einmal besucht. Ich fand sie so großartig, dass ich ausnahmsweise sogar den Katalog gekauft habe.
  • Ich habe viel Zeit in die Gestaltung dieser Webseite investiert, auch wenn sie noch nicht danach aussieht. Weil ich mich jahrelang nicht mehr damit beschäftigt habe, muss ich alles neu lernen. Wenn ich mir nicht vorgenommen hätte, diesen Monatsrückblick zu posten, wäre die Seite in der aktuellen, unfertigen Weise niemals veröffentlicht worden. Noch ein Punkt, der für Monatsrückblicke spricht.
Der Katalog zur Künstlerinnen-Ausstellung im Düsseldorfer Kunstpalast liegt auf dem Parkett

*Affiliate-Link. Wen du über diesen Link etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen. Ich sage allerdings nicht, dass du unbedingt bei Amazon kaufen sollst.

About

net_p267

Schreib einen Kommentar


Your email address will not be published. Required fields are marked

  1. Wow, das finde ich ja spannend, mit dem Lesevorsatz für 3 Monate, wie toll! Vielen Dank für die Inspiration, darüber werde ich mal nachdenken. Und wie witzig, dass Du diesen Reel-Workshop gebucht hast – ich zögere noch 😅. Konntest Du das direkt umsetzen? Falls Du einen Blogartikel zu deinen Erfahrungen zur Umsetzung schreiben solltest, wäre ich sehr interessiert 😊 Mich wirklich mit Reels anzufreunden und zu lernen, steht nämlich eindeutig auf meiner To-Want-Liste! Viel Erfolg und liebe Grüße, Sona

    1. Hallo Sona, den Reels-Workshop kann ich mit gutem Gewissen enpfehlen. Caro hat alles haarklein erklärt und sie ist SEHR praxisorientiert. Ich scheue vor Reels zurück, fühle mich in diesem Workshop aber sehr gut aufgehoben. Danke für die Idee einen Blogbeitrag darüber zu schreiben. 🙂
      Liebe Grüße
      Pia

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}