März 3, 2026

Monatsrückblick Februar 2026

by net_p267 in Rückblicke2 Comments

Ich könnte noch ein paar Wochen Februar mit Schneeglöckchen und kaltem Wetter vertragen. Aber, nun gut, vorbei ist vorbei. Hier ist der Rückblick:

Was ich gelesen habe

Mir ist mit “Intermezzo” endlich ein Roman von Sally Rooney in die Hände gefallen. Darin geht es um zwei ungleiche Brüder, die Handlung setzt nach dem Tod des Vaters ein. Peter, der Ältere, ist Anwalt und lebt in merkwürdigen Beziehung mit einer deutlich jüngeren Studentin. Ivan, der jüngere, ist 23, trägt eine Zahnspange, gilt als großes Schachtalent und beginnt eine Beziehung mit einer viel älteren, geschiedenen Frau.

Mir gefällt vieles an Intermezzo. Ich mag, dass es um die Figuren und ihr Innenleben geht. Ich finde Ivan als Figur richtig klasse. Er ist sehr introvertiert und stellt alles, was er sagt in Frage. Konventionen räumt er keine Macht ein. Und seine erfolgreichste Schachzeit liegt eventuell schon hinter ihm. Eine sehr interessante Mischung.

Mich stört es überhaupt nicht, wenn ein Roman handlungsarm ist, aber stellenweise fand ich Intermezzo etwas langatmig. 100 Seiten weniger hätten es auch getan.

Der Roman "Intermezzo" von Sally Rooney

“Betty und ihre Schwestern”, im Original “Little Women” von Louisa May Alcott wollte ich schon lange mal lesen. Die Geschichte um die vier Schwestern, die während der Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs erwachsen werden, ist auf mehreren Ebenen altmodisch. Trotzdem habe ich es gerne gelesen und denke seitdem darüber nach, warum ich es mochte.

Über eine Szene komme ich jedoch nicht hinweg: Jo ist die Schwester, die schreibt. Eine Schwester ist wütend auf sie und verbrennt alles, was sie jemals geschrieben hat und Jo soll dieser Schwester sofort verzeihen. Hier wird das Pädagogische dieses Romans überdeutlich, aber obwohl ich Amy nicht so schnell verziehen hätte, konnte ich nicht anders, als dieses Buch zu mögen.

Das Buch "Betty und ihre Schwestern" von Louisa May Alcott, auf dem Cover sind die vier Schwestern abgebildet
Don’t judge a book by its cover! Okay, es gibt schönere Ausgaben.

Was ich geschrieben habe

Ich habe einen Workshop bei Book Dragon Ink mitgemacht. Das war eigentlich lustig, denn ich hatte mir etwas völig anderes darunter vorgestellt, ich hatte tatsächlich das Gefühl in den falschen Raum geraten zu sein. Ich hatte gedacht, wir würden vor allem an unseren Manuskripten schreiben, es gab jedoch Präsentationen zu Themen, die man vor dem Schreiben durchdenken sollte. Nicht schlecht, nur anders.

Sehr toll fand ich die Möglichkeit freitags mit einer Gruppe britischer Autor*innen für eine halbe Stunde zusammenzukommen, eine Schreibanregung zu erhalten und direkt umzusetzen. Die Treffen finden für mich zu einer unpassenden Zeit statt, aber es lohnt sich, das möglich zu machen, denn es kommen immer wieder erstaunliche Dinge dabei zutage. Und es ist wunderbar, nicht immer nur die zu sein, die Schreibanregungen verteilt, sondern auch von ihnen überrascht zu werden.

Am Ende des Monats haben meine beiden Schreibbuddys und ich noch beschlossen, ernst zu machen. Wir treffen uns seit sieben Jahren (fast) jeden Montag. Mehr über uns hab ich hier erzählt: Die Accountability-Gruppe. Meine Geheimwaffe um produktiver zu schreiben.) Aber weil wir in letzter Zeit nur erzählt haben, was wir in der letzten Woche jeweils gemacht haben und sich das alles zu vage anfühlte, hat nun jede von uns ein konkretes Ziel ausgewählt, das wir bis Mitte April erreichen wollen. Samt Unterziel für den nächsten Montag. Das fühlt sich sehr aufregend an, denn mein Ziel ist sehr wichtig für mich und schon lange ein ungelöstes Problem.

Was sonst noch passiert ist

  • Was nicht passiert ist, ist ganz klar: Ich habe nicht eine Minute damit verbracht, diese Webseite weiter zu gestalten.
  • Es gab Geburtstage vorzubereiten und zu feiern und eine ganze Woche Karnevalsferien.
  • Ich habe die Schreibworkshops vorbereitet, die jetzt im März anstehen.
  • Mein erstes Reel nach dem Reel-Workshop Ende Januar, entstanden mitten in den Karnevalsferien: zum Instagram-Reel
Schneeglöckchen mir Regentropfen darauf
Ja, ja, ich weiß, man soll keine reinen Dekobilder posten. Aber ich muss noch irgendwie dieses Schneeglöckchenbild verwerten, bevor die Saison dafür vorbei ist.

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  1. Liebe Pia, danke für den Einblick in deinen Februar und die Literaturtipps. Sehr gelacht habe ich über die "Webseite, die nicht passiert ist". 🙂 Und was ich nicht wusste und auch nicht einsehe: Warum keine reinen Dekobilder? Ich mag dein Schneeglöckchenbild sehr. Gut, dass du es reingenommen hast.
    Ich bin zum ersten Mal auf deinem Blog und kenne dich nicht. Daher gerne eine Anregung: dass man auf Anhieb mehr von dir sieht. Wer bist du? Was ist dein Thema?
    Liebe Grüße von Ilona

    1. Liebe Ilona,
      Judith Peters hat mal gesagt, in einen Blogbeitrag gehören keine reinen Dekobilder. ich nehme aber an, sie sprach von thematischgehaltvolleren Beiträge als so einem Rückblick.
      Danke für deinen Tipp, das kann ich nachvollziehen. Wenn ich mit der Gestaltung der Webseite fertig bin, müsste dir von links mein Bild und meine Kurzbiografie entgegen kommen.
      Liebe Grüße
      Pia

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